06. April 2026

📉 Statistik vs. RealitĂ€t: Was kostet uns das wirklich?

„PreisĂ€nderungen hĂ€ufig gekaufter GĂŒter werden von KĂ€ufern stĂ€rker wahrgenommen. Daher entstand der Begriff der gefĂŒhlten Inflation. Um diese zu messen, wird ein Warenkorb definiert, der GĂŒter des tĂ€glichen Bedarfs – etwa Lebensmittel – höher gewichtet. Laut der offiziellen österreichischen Statistik beschreibt sie „
 das Ausmaß der Teuerung, die jeder Mensch beim tĂ€glichen oder wöchentlichen Einkauf intuitiv verspĂŒrt.“

Doch genau hier beginnt das Problem: Der Begriff selbst wirkt, als wĂŒrde er etwas relativieren, das fĂŒr viele ganz real ist. Was nĂŒtzt es dem DurchschnittsbĂŒrger, wenn Sofas, Reisen oder GeschirrspĂŒler im selben Zeitraum vielleicht 20 % gĂŒnstiger geworden sind – Lebensmittel aber 20 % teurer? Gibt es dann „keine“ Inflation?

Unser wöchentlicher Einkauf bei ALDI liegt inzwischen zwischen 130 und 160 Euro statt frĂŒher maximal 120 Euro. Im Wagen liegen allerdings keine Fernseher, sondern ganz normale Lebensmittel. Und leider sieht meine Bank dieses „SpĂŒren“ anders: Sie bucht das Geld ganz real ab – nicht nur intuitiv. Was mache ich also falsch?

https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2025/heft/11/beitrag/luecke-zwischen-gefuehlter-und-gemessener-inflation-eine-empirische-bestandsaufnahme.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Warenkorb

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