18. Oktober 2026
đšâđ©âđ§âđŠ Zur Kita Knirpsenland: Meine Position
Als Familienvater verstehe ich die Situation der Eltern und auch dass diese nach Auswegen suchen. Ich will das auch nicht abtun. Stand heute vertrete ich, dass die KiTa aus der Bedarfsplanung genommen wird. Ich kenne die PlĂ€ne der Eltern nicht, daher kann ich diese auch nicht bewerten. Wie immer steht das Angebot bei unseren BĂŒrgergesprĂ€chen â das nĂ€chste ist am 26.10.2026 â oder natĂŒrlich auch zu einem anderen Termin mit uns ins GesprĂ€ch zu kommen.
Ich hoffe und gehe auch davon aus, dass TrÀger, KiTa-Personal und Eltern genauso informiert wurden wie wir StadtrÀte. Und ich denke, dass fehlende Informationen auf Nachfrage sicher von der Verwaltung bereitgestellt werden.
Private TrÀgerschaft ist in Sachsen völlig normal. Ganz konkret auch hier bei uns in Neustadt in Sachsen.
Nur: Ein TrÀgerwechsel löst drei verschiedene Probleme nicht automatisch.
Das erste ist der Betrieb. Ein Verein oder privater TrĂ€ger kann eine Kita fĂŒhren. Die laufenden Kosten sind mit ElternbeitrĂ€gen, Landeszuschuss und kommunalem Defizitausgleich grundsĂ€tzlich darstellbar. Bei 106 PlĂ€tzen und sinkender Nachfrage wird die Rechnung jedes Jahr enger. 2010 waren es 110 Geburten pro Jahr, heute sind es 52. Bei dieser Entwicklung sind es bereits in den Jahren 2028/29 139 KindergartenplĂ€tze zu viel. Das ist Demografie. Leider können wir vor Ort kaum mehr tun, als damit umzugehen.
Die ElternbeitrĂ€ge steigen seit Jahren. Weil die LĂŒcken in der Finanzierung auch durch die Familien gefĂŒllt werden mĂŒssen. Weder vom Bund noch vom Freistaat können wir mittelfristig da mehr erwarten.
Das zweite ist die Investition. Die KiTa hat den höchsten Sanierungsbedarf. Sie lÀsst sich nicht aus dem Betrieb erwirtschaften. Wer soll diese Investition tÀtigen und wie soll diese dann refinanziert werden? Die Kommune kann es nicht, wir schaffen auch so bereits jedes Jahr Defizite.
Das dritte ist die Bedarfsanerkennung. Nach der Bedarfsplanung werden PlÀtze nur gefördert, wenn sie als notwendig gelten. Bei 139 freien KindergartenplÀtzen 2028/29 ist das der springende Punkt.
Ein tragfĂ€higes Konzept sollte zeitnah der Verwaltung und dem Stadtrat vorgelegt werden. Liegt es vor, wird es geprĂŒft.
