22. August 2026

đŸŸŁđŸ€ Sachliche Zusammenarbeit ja – politische Gleichsetzung nein

Als BSW-Mitglied und Politiker möchte ich mich zu den aktuellen Diskussionen ĂŒber eine angebliche NĂ€he oder gar Übereinstimmung zwischen BSW und AfD Ă€ußern.

Sachliche Zusammenarbeit? Ja. Politische Gleichsetzung? Nein.

FĂŒr mich gehört es zu einer funktionierenden Demokratie, dass man ĂŒber Parteigrenzen hinweg miteinander redet und dort zusammenarbeitet, wo es um vernĂŒnftige und fĂŒr die Menschen sinnvolle Lösungen geht. Das gilt im Stadtrat genauso wie auf anderen politischen Ebenen.

Wenn ein sinnvoller Vorschlag von der AfD kommt, muss ich ihn nicht ablehnen, nur weil er von der AfD kommt. Genauso wenig werde ich einem schlechten Vorschlag zustimmen, nur weil er vom BSW kommt.

Das bedeutet allerdings ausdrĂŒcklich nicht, dass ich damit die politischen Positionen der AfD teile.

Im Gegenteil: Bei vielen grundsÀtzlichen Fragen sehe ich deutliche Unterschiede. Gerade beim Thema Migration haben BSW und AfD aus meiner Sicht unterschiedliche Ziele. Deutschland braucht eine gesteuerte und qualifizierte Zuwanderung, wenn wir unsere wirtschaftliche LeistungsfÀhigkeit erhalten wollen. Gleichzeitig brauchen wir klare Regeln, funktionierende Integration und einen handlungsfÀhigen Staat.

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus haben in meiner Politik keinen Platz.

Auch deshalb halte ich wenig davon, politische Gegner stĂ€ndig in Schubladen zu stecken. Nicht jeder, der eine andere Meinung vertritt, ist automatisch rechts, links, Nazi, „Systemling“ oder sonst irgendetwas.

Ich bin Politiker der Mitte. FĂŒr mich gehören soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Vernunft, Freiheit, Demokratie und Frieden zusammen. Ich möchte Politik, die Probleme löst, anstatt stĂ€ndig neue Fronten zu schaffen.

Deshalb brauche ich auch keine „Brandmauer“, die sachliche Zusammenarbeit grundsĂ€tzlich verhindert. Eine klare politische Abgrenzung ist etwas anderes als eine Verweigerung demokratischer Zusammenarbeit.

Genauso klar sage ich aber: Eine politische Koalition des BSW mit der AfD sehe ich nicht als meinen Weg. Und auch eine Koalition, deren einziges Programm ein „Weiter so“ ist, wĂ€re fĂŒr mich keine ĂŒberzeugende Alternative.

Das BSW sollte aus meiner Sicht genau das sein, was viele Menschen suchen: eine wirkliche politische Alternative.

Nicht AfD mit anderem Etikett.
Nicht eine weitere Variante des bisherigen „Weiter so“.
Sondern eine eigenstĂ€ndige politische Kraft, die bereit ist, mit allen demokratischen Parteien sachlich zusammenzuarbeiten – ohne ihre eigenen GrundsĂ€tze dafĂŒr aufzugeben.

Weniger Lagerdenken. Mehr Sachpolitik. – Klare Haltung, aber keine Scheuklappen.

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